Özlem Atlin (DE)

Processing

G
Bildende Kunst / Ausstellung
O
Graz
 

Mit ihren assoziativen Assemblagen, in die sie Archivmaterial von Camera Austria einbezieht, schafft Özlem Altin neue Arbeiten – womöglich genau jene, die dem Archiv bisher gefehlt haben.

Sichten, arrangieren, ergänzen: Die in Berlin lebende Künstlerin Özlem Altin inszeniert raumspezifische Sequenzen, die eigene Zeichnungen und Fotografien mit Material aus ihrer umfangreichen Sammlung kombinieren. Die Bild- und Textfolgen unterschiedlichster Herkunft hat Altin in den letzten Jahren um Arbeiten anderer Künstlerinnen und Künstler erweitert sowie in Museumssammlungen positioniert. Zugleich vorläufig und präzise, erinnert ihre Arbeit an künstlerische Forschung und temporäre Präsentationsformen. Ihre Installationen scheinen dazu einzuladen, das Material zu sichten und vor dem geistigen Auge für ein kommendes Projekt neu zu ordnen.

Für die Ausstellung im Rahmen des steirischen herbst hat Camera Austria für Altin das Archiv geöffnet. Die Sammlung und Dokumentation einer Institution mit deren spezifischen Interessen und Versuchen der Historisierung trifft auf ein intuitives, subjektives, nicht regelgeleitetes Sammeln und Ordnen als künstlerische Praxis.

Ist es Altin möglich, dem Archiv von Camera Austria etwas hinzuzufügen, was in diesem nicht berücksichtigt wurde, und im Archiv etwas aufzustöbern, was es nicht preisgeben möchte? Werden für die Ausstellung möglicherweise jene Bilder produziert, die dem Archiv fehlen?

Koproduktion steirischer herbst, Camera Austria